Nach einem Wochenhoch von 102.667 US-Dollar korrigierte der Bitcoin-Kurs auf 94.890 US-Dollar, bedingt durch makroökonomische Faktoren wie die anhaltende Inflation und Abflüsse aus Krypto-ETFs. Trotzdem deuten positive Signale wie die Rekord-Hashrate und wachsendes institutionelles Interesse auf eine weiterhin robuste Basis für Bitcoin hin.
Nach Erreichen eines Wochenhochs von 102.667 US-Dollar am Dienstag, den 7. Januar, hat der Bitcoin-Kurs in den letzten Tagen eine Korrektur erfahren. Zur Zeit der Veröffentlichung dieses Artikels notiert der Bitcoin-Preis bei 94.890 US-Dollar und befindet sich damit noch innerhalb der letzten Nachfragezone im 4-Stunden-Chart, wie Coinjournal.net berichtet.
Makroökonomische Faktoren, insbesondere die anhaltende Inflation, lassen Zweifel an der Stärke des Marktes aufkommen. Wie Cryptonews.net berichtet, verzeichneten Spot-Krypto-ETFs am Mittwoch, den 9. Januar, nach der Veröffentlichung des Fed-Protokolls erhebliche Abflüsse. Dieses Protokoll zeigt die Besorgnis der US-Notenbank Federal Reserve hinsichtlich der Inflation und der möglichen Auswirkungen der Politik von Donald Trump. BTC-ETFs verloren am Mittwoch 568,8 Millionen US-Dollar, während ETH-ETFs 159,4 Millionen US-Dollar verloren, wobei die größten Abflüsse von Fidelity stammten (258,7 Millionen US-Dollar für BTC und 147,7 Millionen US-Dollar für ETH).
Die Nachfragezone zwischen 92.000 und 97.000 US-Dollar könnte die letzte Unterstützungslinie im 4-Stunden-Chart darstellen. Eine Betrachtung des Tagescharts zeigt jedoch, dass sich BTC in einer Premiumzone befindet. Ein Rückgang unter 92.000 US-Dollar würde den Preis dennoch insgesamt im bullischen Bereich halten. Die besten technischen Kaufgelegenheiten ergeben sich laut Coinjournal.net entweder beim letzten Bruch der Struktur im Tageschart oder beim 50%-Fibonacci-Level vom Tiefstpunkt bis zum Ausbruch.
Es existieren zwei Fair-Value-Lücken, auf die der Kurs reagieren könnte. Obwohl es sich nicht um Hauptzonen handelt, könnten sie eine Rückkehr zum externen Hoch bei 108.000 US-Dollar oder eine kurze Erholung vor einem weiteren Rückgang zur ersten wahrscheinlichen Unterstützungszone begünstigen. Dies setzt allerdings voraus, dass Bitcoin unter die Marke von 91.000 US-Dollar fällt.
Die Krypto-Analyseplattform Glassnode hebt die Bedeutung der 88.000-Dollar-Marke für Bitcoin-Investoren hervor, wie The Crypto Basic berichtet. Diese Marke repräsentiert die Kostenbasis von kurzfristigen Haltern. Da kurzfristige Halter tendenziell verkaufen, wenn sich der Marktpreis ihrer Kostenbasis nähert, könnte eine solche Reaktion einen deutlichen Preisrückgang auslösen, da Bitcoin unterhalb dieses Niveaus keine nennenswerte Unterstützung zu finden scheint. Die nächste signifikante Unterstützung könnte sich laut Glassnode bei etwa 73.000 US-Dollar befinden.
Die jüngste Bitcoin-Korrektur wurde durch stärker als erwartete US-Wirtschaftsdaten ausgelöst, wie Blockhead berichtet. Diese Daten dämpften die Erwartungen an bevorstehende Zinssenkungen der Federal Reserve. Aktien, einschließlich kryptobezogener Aktien wie MicroStrategy und Coinbase, verzeichneten ebenfalls starke Rückgänge, was die allgemein risikoscheue Marktstimmung widerspiegelt.
Trotz der jüngsten Kursrückgänge gibt es auch positive Anzeichen. Blocktrainer.de berichtet, dass die Bitcoin-Hashrate aktuell auf einem Allzeithoch liegt, was auf eine robuste finanzielle Lage und das Vertrauen der Mining-Unternehmen hindeutet. Auch die Nachfrage institutioneller Anleger dürfte weiter zunehmen. Einem CNBC-Bericht zufolge wird Morgan Stanley bald rund 15.000 Finanzberatern erlauben, aktiv für Bitcoin-Spot-ETFs zu werben.
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