Donald Trumps Nominierungen für die Leitung der SEC und CFTC könnten die Krypto-Regulierung in den USA grundlegend verändern, insbesondere da die CFTC bereits Ermittlungen gegen Plattformen wie Crypto.com wegen möglicher Verstöße gegen Glücksspielgesetze führt. Die Interimsbesetzungen dieser Behörden unter Trump werden richtungsweisend sein, wie die Balance zwischen Innovation und Compliance im Krypto-Sektor zukünftig gestaltet wird.
Die von Donald Trump getroffenen Nominierungen für die Führungspositionen der Securities and Exchange Commission (SEC) und der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) könnten die Zukunft der Krypto-Regulierung in den USA maßgeblich beeinflussen. Wie cryptonewsland.com berichtet, gelten Hester Peirce und Mark Uyeda, beide republikanische Kommissare, als Favoriten für die Interimsleitung der SEC. Für die CFTC werden Summer Mersinger und Caroline Pham als potenzielle Interimsvorsitzende gehandelt. Bezeichnenderweise hat Trump noch keinen permanenten Vorsitzenden für die CFTC ernannt, was die Bedeutung der Interimsbesetzung für die zukünftige Ausrichtung der Behörde unterstreicht.
Gleichzeitig verstärkt die CFTC den Druck auf Krypto-Plattformen, wie die Untersuchungen gegen Crypto.com belegen. Die Behörde untersucht Verträge der Plattform, die mit großen Sportereignissen in Verbindung stehen, und hinterfragt deren Konformität mit den Glücksspielgesetzen. Sportwetten sind zwar in 38 Bundesstaaten, einschließlich des District of Columbia, legal, jedoch verkompliziert die landesweite Reichweite von Crypto.com die Situation. Obwohl die Verträge der Plattform es Nutzern ermöglichen, auf College- und NFL-Spiele zu wetten, wirft die unklare Kennzeichnung Fragen hinsichtlich der Einhaltung der geltenden Vorschriften auf.
Die straf- und zivilrechtlichen Ermittlungen der CFTC gegen Crypto.com verunsichern die Krypto-Branche, wie cryptonewsland.com weiter ausführt. Der von der Behörde vorgeschlagene Verbot bestimmter Event-Kontrakte, darunter solche für Sport- und politische Ereignisse, verstärkt die regulatorische Unsicherheit. Die weit gefasste Definition von "Glücksspiel" durch die CFTC stößt außerdem auf Widerstand von Branchenführern. Sie argumentieren, dass unklare Regeln Innovation und Compliance-Bemühungen hemmen. Aufgrund der breiten Kritik ist dieser Vorschlag jedoch noch nicht endgültig.
Der Fall Crypto.com verdeutlicht die Schwierigkeiten, mit denen Krypto-Plattformen bei der Navigation durch das US-Regulierungsdickicht konfrontiert sind. Crypto.com versucht, mit "selbstzertifizierten" Verträgen, die keine explizite Erwähnung bestimmter Spiele enthalten, die Glücksspielgesetze der einzelnen Bundesstaaten zu umgehen. Ironischerweise fiel ein kürzlich ergangenes Gerichtsurteil zugunsten von Event-Kontrakten aus, dennoch wird der Ansatz der Plattform weiterhin geprüft.
Die Ermittlungen der CFTC unterstreichen die wachsende Diskrepanz zwischen Regulierungsbehörden und Krypto-Unternehmen. Der mutmaßliche Verstoß von Polymarket gegen eine Vereinbarung aus dem Jahr 2022, einschließlich einer Geldstrafe von 1,4 Millionen Dollar, verdeutlicht die Herausforderungen bei der Durchsetzung von Vorschriften. Neben den finanziellen Sanktionen behindert die regulatorische Unklarheit weiterhin die Fortschritte bei der Definition von "Glücksspiel" im Kontext der Bundesvorschriften.
Trumps bevorstehende Ernennungen könnten diese Dynamik jedoch verändern. Seine Auswahl für die SEC und CFTC dürfte beeinflussen, wie aggressiv diese Behörden den Krypto-Sektor regulieren. Darüber hinaus könnten die Interimsleiter den Kurs vorgeben, wie Innovation und Compliance in Einklang gebracht werden können. Mit dem Näherrücken des 20. Januar bleiben die Herausforderungen für die Krypto-Branche und die Regulierungslandschaft erheblich. Wie Bloomberg Law berichtet, könnte die neue Administration unter Trump einen dramatischen Einfluss auf den Krypto-Sektor haben, insbesondere durch potenziell neue Regeln, Änderungen der Durchsetzungsstrategie und die Aufhebung bestehender Regeln. Skadden sieht ebenfalls die Möglichkeit, dass unter einem republikanischen SEC-Vorsitzenden Paul Atkins die Behörde bei der Durchsetzung im Krypto-Bereich weniger aggressiv vorgeht und einen strategischeren Ansatz bevorzugt.
Zusätzlich zu den bereits erwähnten Quellen wurden folgende Quellen für diesen Artikel verwendet: