Trumps Vision für Kryptowährungen und die Reaktionen der Wall Street
Donald Trump bekräftigte sein Interesse an Kryptowährungen und plant, staatliche Bitcoin-Bestände als nationale Reserve zu halten, was den Bitcoin-Kurs beflügelte und Initiativen in einigen Bundesstaaten, wie z.B. Texas, zur Schaffung eigener Bitcoin-Reserven auslöste. Während die Wall Street auf Deregulierung hofft, warnen Experten vor den Risiken einer übermäßigen Lockerung der Vorschriften, angesichts der regionalen Bankenkrise von 2023 nach Deregulierungsmaßnahmen unter Trump.
Trumps Krypto-Ambitionen und die Wall Street: Euphorie und Vorsicht
Donald Trump bekräftigt sein Interesse an Kryptowährungen und verspricht weitreichende Veränderungen. Auf der Bitcoin 2024 Konferenz in Nashville (Juli) verkündete er laut Cryptopolitan, dass seine Regierung alle staatlichen Bitcoin-Bestände, gegenwärtige und zukünftige, als strategische nationale Reserve halten werde. Dieser Vorstoß unterstreicht Trumps anhaltendes Engagement für digitale Vermögenswerte und deren potenzielle Bedeutung für die US-Wirtschaft.
Die Debatte um eine nationale Bitcoin-Reserve hat seit der Wahl an Dynamik gewonnen, wie CNBC am 12. Dezember 2024 berichtete. Der Bitcoin-Kurs stieg um über 45%, angetrieben von der Hoffnung der Anleger auf positive Auswirkungen einer solchen Reserve. Expertenmeinungen zur Wahrscheinlichkeit und den Konsequenzen dieser Maßnahme gehen jedoch auseinander. John Todaro von Needham äußerte gegenüber CNBC Zweifel an der tatsächlichen Umsetzung einer Bitcoin-Reserve durch die USA, räumte aber ein, dass die Idee die Marktstimmung beflügeln könnte.
Während auf Bundesebene noch Ungewissheit herrscht, ergreifen einzelne Bundesstaaten die Initiative. Texas hat laut CNBC einen Gesetzesentwurf zur Schaffung einer eigenen strategischen Bitcoin-Reserve eingebracht. Der Staat soll demnach Steuern, Gebühren und Spenden in Bitcoin akzeptieren und diese mindestens fünf Jahre lang halten. Repräsentant Giovanni Capriglione sieht darin eine Chance, die finanzielle Stabilität von Texas zu stärken und den Bundesstaat als Vorreiter in Sachen Bitcoin-Innovation zu positionieren.
Dennis Porter, CEO des Satoshi Action Fund, einer Non-Profit-Organisation, die sich für Bitcoin engagiert, berichtet von ähnlichen Gesetzesinitiativen in bis zu zehn weiteren Bundesstaaten und vier Ländern. Der Satoshi Action Fund war bereits an der Ausarbeitung des texanischen Gesetzesentwurfs beteiligt und unterstützt auch andere Bundesstaaten bei der Entwicklung von Bitcoin-freundlicher Gesetzgebung.
Die Wall Street reagiert euphorisch auf Trumps Wahlsieg und die Aussicht auf Deregulierung, wie Binance berichtet. Banken und Investmentfirmen erwarten einen Abbau der unter Biden eingeführten regulatorischen Hürden, was neue Geschäfts- und Investitionsmöglichkeiten eröffnen könnte. Gleichzeitig gibt es Bedenken, dass eine übermäßige Deregulierung zu neuen Risiken und Instabilität führen könnte. Ein erfahrener Manager äußerte gegenüber Binance die Befürchtung, die aktuelle Euphorie könne den Nährboden für eine neue Blase bilden.
Die Geschichte zeigt, dass übermäßige Deregulierung negative Folgen haben kann. Wie Cryptopolitan berichtet, führte die Lockerung der Vorschriften für mittelgroße Banken unter Trump im Jahr 2018 zur regionalen Bankenkrise von 2023. Dies verdeutlicht die Notwendigkeit eines ausgewogenen Regulierungsrahmens, der Innovation fördert und gleichzeitig Stabilität gewährleistet.
Quellen:
- www.cryptopolitan.com/trump-doubles-down-on-crypto/
- www.cnbc.com/2024/12/12/texas-house-introduces-bill-to-establish-a-strategic-bitcoin-reserve.html
- www.binance.com/da-DK/square/post/16086314975074
- www.reuters.com/technology/bitcoin-tops-100000-optimism-over-trump-crypto-plans-2024-12-05/
- 99bitcoins.com/insights/trumps-impact-on-crypto/
- www.youtube.com/watch?v=Jsxwtz7uY1g
- www.newsnationnow.com/business/your-money/bitcoin-surging-take-over/