Kryptowährungsbetrug nimmt zu, wie der mutmaßliche Diebstahl von 1,5 Milliarden Dollar an digitalen Währungen von der Kryptofirma Bybit zeigt. Neben diesem Rekorddiebstahl berichtet die BBC auch von weiteren Betrugsfällen, die die Risiken von Krypto-Investitionen verdeutlichen. Investoren sollten daher größte Vorsicht walten lassen und sich gründlich informieren, bevor sie in Kryptowährungen investieren.
Kryptowährungen locken viele Anleger mit dem Versprechen dezentraler Finanztransaktionen und potenziell hoher Gewinne. Gleichzeitig ist dieser Bereich jedoch, wie Cryptonews.net berichtet, ein häufiges Ziel von Betrügern. Besorgniserregend hoch ist die Anzahl der Krypto-Investoren, die Opfer von Betrug oder Hackerangriffen geworden sind.
Ein aktueller Fall, über den die BBC berichtet, verdeutlicht das Problem: Die Kryptowährungsfirma Bybit meldete den Diebstahl von digitalen Währungen im Wert von 1,5 Milliarden Dollar (1,1 Milliarden Pfund). Dies könnte der größte Krypto-Diebstahl in der Geschichte sein. Der Gründer des in Dubai ansässigen Unternehmens versicherte den Nutzern, dass ihre Gelder "sicher" seien und Bybit alle Geschädigten entschädigen werde.
Der Angriff zielte auf die digitale Wallet des Unternehmens für Ethereum, die zweitgrößte Kryptowährung nach Bitcoin. Laut BBC gaben die Verantwortlichen bei Bybit an, dass die Hacker Sicherheitslücken ausgenutzt und das Geld an eine unbekannte Adresse transferiert hätten. Der Wert von Ethereum fiel nach dem Diebstahl um etwa 4%.
Dieser Vorfall übertrifft den bisherigen Rekord eines Diebstahls von Ethereum und USD Coin im Wert von 620 Millionen Dollar (490 Millionen Pfund) aus dem Ronin Network im Jahr 2022. (BBC)
Die BBC berichtet zudem von weiteren Vorfällen im Krypto-Bereich, darunter die Anklage gegen mehrere Männer wegen eines Kryptowährungsbetrugs in Höhe von 100.000 Pfund und die Kritik an Donald Trump für die Einführung seiner eigenen digitalen Münze, obwohl er gleichzeitig zugab, "nicht viel" über Kryptowährungen zu wissen.
Das kalifornische "Department of Financial Protection and Innovation" (DFPI) führt einen "Crypto Scam Tracker", der zahlreiche Betrugsfälle dokumentiert. Die im Tracker aufgeführten Betrugsfälle basieren auf Verbraucherbeschwerden und beschreiben Verluste, die die Beschwerdeführer als Teil einer betrügerischen oder irreführenden Operation identifiziert haben. (DFPI)
Der Tracker listet verschiedene Betrugsarten auf, darunter betrügerische Handelsplattformen, "Pig Butchering"-Betrug, bei dem Opfer über einen längeren Zeitraum emotional manipuliert werden, und "Romance Scams", bei denen Betrüger romantische Beziehungen vortäuschen, um an das Geld ihrer Opfer zu gelangen. (DFPI)
Die im DFPI Crypto Scam Tracker aufgeführten Beispiele verdeutlichen die Vielfalt der Betrugsmaschen im Krypto-Bereich und die Wichtigkeit von Vorsicht und gründlicher Recherche vor Investitionen in Kryptowährungen.