Prominente werden oft in Krypto-Betrügereien verwickelt, entweder als Opfer falscher Testimonials oder durch bewusste Beteiligung an betrügerischen Projekten, wie Pump-and-Dump-Systemen. Dies führt zu erheblichen Verlusten für Anleger, die sich von der Bekanntheit blenden lassen und unrealistischen Gewinnversprechen vertrauen. Daher ist im Krypto-Bereich besondere Vorsicht und Skepsis geboten.
Die Welt der Kryptowährungen wird oft mit dem Versprechen schnellen Reichtums assoziiert. Diese Attraktivität macht sie anfällig für Betrug, und leider fallen auch Prominente darauf herein – oder nutzen ihren Einfluss, um andere in die Irre zu führen. Wie Cointelegraph berichtet, haben mehrere Fälle von Krypto-Betrug mit prominenter Beteiligung in den letzten Jahren für Schlagzeilen gesorgt und erhebliche finanzielle Verluste für Anleger verursacht. Diese Fälle verdeutlichen, wie schnell Ruhm in dieser volatilen Welt zu einem finanziellen Absturz führen kann.
Ein wiederkehrendes Muster ist die Verwendung gefälschter Testimonials. Laut der australischen Finanzaufsichtsbehörde ASIC wurden Bilder und Namen von Prominenten wie Waleed Aly, David Koch und Celeste Barber missbräuchlich verwendet, um für betrügerische Krypto-Trading-Roboter und Pump-and-Dump-Systeme zu werben. Diese Plattformen locken Anleger mit unrealistischen Gewinnversprechen und verschwinden dann mit dem eingezahlten Geld. Die Betrüger agieren oft vom Ausland aus, was die Strafverfolgung und die Rückgewinnung der Gelder extrem schwierig gestaltet.
Auch in den USA haben sich Prominente in der Krypto-Welt verhoben. Yahoo Finance berichtete im Januar 2022 über eine Klage gegen Kim Kardashian, Floyd Mayweather und Paul Pierce wegen der Bewerbung der Kryptowährung EthereumMax. Die Kläger argumentierten, die Prominenten hätten ihre Bekanntheit genutzt, um den Kurs der Währung künstlich zu steigern und anschließend mit Gewinn zu verkaufen, während andere Anleger Verluste hinnehmen mussten.
Die Harvard Business School untersuchte die Auswirkungen von Tweets von Krypto-Influencern, darunter auch Prominente. Die Studie zeigte, dass die Erwähnung von Kryptowährungen in Tweets zwar kurzfristig zu Kursanstiegen führen kann, langfristig jedoch mit erheblichen Verlusten korreliert. Dies deutet auf die Möglichkeit von Pump-and-Dump-Manövern hin, bei denen Influencer den Kurs einer Währung durch positive Werbung in die Höhe treiben und dann ihre Anteile verkaufen, bevor der Kurs wieder fällt.
Das kalifornische Department of Financial Protection and Innovation (DFPI) führt einen "Crypto Scam Tracker", der eine Vielzahl von Betrugsfällen dokumentiert, einschließlich solcher mit gefälschten Prominenten-Testimonials. Die im Tracker aufgeführten Fälle veranschaulichen die verschiedenen Methoden, mit denen Betrüger ahnungslose Anleger täuschen – von gefälschten Trading-Plattformen bis hin zu Romance Scams, bei denen Betrüger über Dating-Apps das Vertrauen ihrer Opfer gewinnen, um sie anschließend um ihr Geld zu betrügen.
TechTarget beschreibt verschiedene Arten von Kryptowährungsbetrug, darunter auch solche, die Prominente involvieren. Neben den bereits erwähnten Methoden werden Phishing-Angriffe, Ponzi-Systeme und gefälschte Krypto-Börsen genannt. Die zunehmende Verbreitung dieser Betrugsmaschen unterstreicht die Notwendigkeit von erhöhter Wachsamkeit und Aufklärung im Umgang mit Kryptowährungen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Kombination von Prominenz und Kryptowährungen riskant sein kann. Anleger sollten sich der Risiken bewusst sein und sich nicht von der Präsenz eines bekannten Namens blenden lassen. Gründliche Recherche, Skepsis gegenüber unrealistischen Gewinnversprechen und die Vermeidung unbekannter Plattformen sind essenziell, um nicht Opfer eines Krypto-Betrugs zu werden.
Quellen: - cointelegraph.com - asic.gov.au - finance.yahoo.com - hbs.edu - dfpi.ca.gov - techtarget.com