Zunehmende Cyberkriminalität in Afrika durch steigende Krypto-Nutzung im Blickpunkt
Afrikas hohe Akzeptanz von Kryptowährungen zieht verstärkt Cyberkriminelle an, da mangelnde Regulierung und Nutzererfahrung ideale Bedingungen für Betrug schaffen. Experten warnen vor den steigenden Risiken und fordern verbesserte Sicherheitsmaßnahmen, Aufklärungskampagnen und internationale Zusammenarbeit zur Bekämpfung der Krypto-Kriminalität. Die Anonymität von Kryptotransaktionen erschwert die Strafverfolgung und begünstigt Phishing, betrügerische Plattformen und Ransomware-Angriffe.

Cyberkriminelle angelockt durch Afrikas hohen Krypto-Adaptionsgrad – Experten schlagen Alarm
Die rasant steigende Popularität von Kryptowährungen in Afrika birgt neben Chancen für finanzielle Inklusion und wirtschaftliches Wachstum auch erhebliche Risiken. Experten warnen zunehmend vor der wachsenden Anziehungskraft des Kontinents auf Cyberkriminelle. Wie news.bitcoin.com berichtet, machen die oft unzureichenden regulatorischen Rahmenbedingungen und die geringe Erfahrung vieler Nutzer mit digitalen Vermögenswerten Afrika zu einem attraktiven Ziel für Betrüger und Hacker.
Die weite Verbreitung von Mobiltelefonen in Kombination mit dem eingeschränkten Zugang zu traditionellen Bankdienstleistungen hat Kryptowährungen in vielen afrikanischen Ländern zu einer beliebten Alternative werden lassen. Gleichzeitig entsteht dadurch eine Angriffsfläche für Cyberkriminelle, die die relative Unerfahrenheit der Nutzer ausnutzen. Phishing-Attacken, betrügerische Investitionsplattformen und Romance Scams sind nur einige der Methoden, mit denen Kriminelle versuchen, an Kryptowährungen zu gelangen.
Die Dezentralität von Kryptowährungen, die häufig als Vorteil hervorgehoben wird, erschwert die Rückverfolgung gestohlener Gelder und die Verfolgung der Täter. Im Gegensatz zu traditionellen Banktransaktionen, bei denen Banken als Intermediäre fungieren und Transaktionen überwachen können, bieten Kryptowährungstransaktionen ein höheres Maß an Anonymität. Dies stellt Strafverfolgungsbehörden vor große Herausforderungen bei der Identifizierung und Verfolgung von Cyberkriminellen.
Die zunehmende Professionalisierung der Cyberkriminalität verschärft die Problematik weiter. Der Chainalysis Bericht über Krypto-Kriminalität 2025 beschreibt die immer komplexer und organisierter werdenden Operationen von Cyberkriminellen. Durch den Einsatz ausgefeilter Techniken zur Verschleierung ihrer Spuren und zur Geldwäsche wird es für Einzelpersonen und Unternehmen gleichermaßen schwieriger, sich vor Angriffen zu schützen.
Auch die Zunahme von Ransomware-Angriffen, wie im Chainalysis 2024 Crypto Crime Report hervorgehoben, stellt eine gravierende Bedrohung dar. Cyberkriminelle nehmen vermehrt Unternehmen und Organisationen ins Visier, verschlüsseln deren Daten und erpressen Lösegeld in Kryptowährungen. Die Anonymität von Kryptowährungen erhöht die Bereitschaft der Opfer, die Forderungen zu begleichen, was wiederum die Kriminellen bestärkt.
Daher fordern Experten verstärkte Maßnahmen zur Bekämpfung der Krypto-bezogenen Cyberkriminalität in Afrika. Dazu gehören die Verbesserung der Regulierung, die Aufklärung der Nutzer über die bestehenden Risiken und die Intensivierung der internationalen Zusammenarbeit bei der Strafverfolgung. Die Entwicklung robusterer Sicherheitslösungen und die Schulung von Strafverfolgungsbehörden im Umgang mit Kryptowährungen sind ebenfalls unerlässlich, um die wachsende Bedrohung durch Cyberkriminalität einzudämmen.
Quellen:
- https://news.bitcoin.com/experts-warn-africas-high-crypto-adoption-rate-attracts-cybercriminals/
- https://www.chainalysis.com/blog/ransomware-2024/
- https://www.chainalysis.com/blog/2025-crypto-crime-report-introduction/