Die US-Sanktionspolitik unter Trump gegenüber Venezuela, insbesondere die Sekundärsanktionen gegen den Ölsektor, verschärfte die wirtschaftliche und humanitäre Krise im Land erheblich. Kritiker verglichen die Strategie mit dem Versuch, "eine Fliege mit einer Atombombe zu töten" und bemängelten die "kollektive Bestrafung" der Bevölkerung, ohne den gewünschten Regimewechsel zu erreichen. Die extraterritoriale Anwendung der Sanktionen stieß zudem international auf Kritik und verschärfte die internationalen Spannungen.
Unter der Trump-Administration eskalierten die US-Sanktionen gegen Venezuela, insbesondere durch die Anwendung von Sekundärsanktionen. Diese Strategie zielte darauf ab, den Druck auf die venezolanische Regierung zu verstärken, indem nicht nur direkte Handelspartner Venezuelas, sondern auch Unternehmen und Einzelpersonen aus Drittstaaten, die mit Venezuela Geschäfte tätigten, sanktioniert wurden. Bitcoin News vergleicht diese Strategie in seinem Artikel "Latam Insights Encore: Trump's Secondary Tariff Strategy Against Venezuela: Killing a Fly With a Nuke – Op-Ed" mit dem Versuch, "eine Fliege mit einer Atombombe zu töten".
Die Sekundärsanktionen konzentrierten sich vor allem auf den venezolanischen Ölsektor, die wichtigste Einnahmequelle des Landes. Unternehmen, die venezolanisches Öl kauften oder verarbeiteten, riskierten, ebenfalls von den USA sanktioniert zu werden. Dies führte zu einer deutlichen Einschränkung der venezolanischen Exportmöglichkeiten und verschärfte die wirtschaftliche Krise im Land erheblich.
Kritiker bemängelten, dass die Sekundärsanktionen nicht nur die venezolanische Wirtschaft, sondern auch die Bevölkerung schwer trafen. Die Einschränkung der Ölexporte führte zu einem Rückgang der Staatseinnahmen, was die Möglichkeiten der Regierung, soziale Programme zu finanzieren und die Grundversorgung der Bevölkerung zu gewährleisten, weiter reduzierte. Manche Experten betrachteten die Sekundärsanktionen als "kollektive Bestrafung", die die humanitäre Krise in Venezuela verschlimmerte.
Die Trump-Administration begründete die Sekundärsanktionen mit dem Ziel, die venezolanische Regierung zum Rücktritt zu zwingen und demokratische Reformen im Land voranzutreiben. Die Wirksamkeit dieser Strategie ist jedoch umstritten. Obwohl die Sanktionen die venezolanische Wirtschaft zweifellos stark belasteten, erreichten sie keinen Regimewechsel. Einige Analysten argumentieren sogar, dass die Sanktionen die Regierung Maduro gestärkt haben, indem sie ihr einen Vorwand lieferten, die Opposition zu unterdrücken und die Kontrolle über die Wirtschaft zu verstärken.
Auch international stießen die Sekundärsanktionen auf Kritik. Viele Staaten, darunter auch Verbündete der USA, lehnten die extraterritoriale Anwendung von US-Sanktionen ab und argumentierten, dass diese gegen das Völkerrecht verstoßen. Die Sanktionspolitik der USA gegenüber Venezuela trug somit auch zu einer Verschärfung der internationalen Spannungen bei.
Die langfristigen Auswirkungen der US-Sanktionspolitik gegenüber Venezuela sind noch nicht absehbar. Die Wirtschaft des Landes befindet sich weiterhin in einer tiefen Krise, und die humanitäre Lage ist nach wie vor prekär. Die Sanktionen haben die Möglichkeiten Venezuelas, sich von der Krise zu erholen, deutlich eingeschränkt. Ob die Sanktionspolitik letztendlich zu einer Demokratisierung Venezuelas beitragen wird, bleibt offen.