Britische Wirtschaftsverbände drängen die Regierung, Kryptowährungen als strategische Priorität einzustufen und eine klare Regulierung zu schaffen, um die Position des Landes als Finanzzentrum zu stärken. Die Regierung plant die Umsetzung umfassender Krypto-Regulierungen, inklusive der Erweiterung bestehender Finanzvorschriften auf Krypto-Assets, während die FCA die Registrierung von Krypto-Unternehmen verstärkt kontrolliert. Diese Entwicklungen unterstreichen die zunehmende Bedeutung von Kryptowährungen für die britische Wirtschaft und das gemeinsame Bestreben nach einem proaktiven Regulierungsansatz.
Wie Cointelegraph berichtet, fordern mehrere britische Handelsverbände die Regierung dazu auf, Kryptowährungen als "strategische Priorität" zu behandeln. Sie plädieren für eine klare und förderliche Regulierung, um die Position Großbritanniens als Zentrum für Finanzinnovationen im Angesicht des globalen Wettbewerbs zu festigen und die Potenziale der Blockchain-Technologie optimal zu nutzen.
Die Verbände argumentieren, dass eine proaktive Regulierungsstrategie Investitionen anlocken, Arbeitsplätze schaffen und das Wachstum des Krypto-Sektors fördern würde. Ein ausgewogener Ansatz, der Innovationen ermöglicht und gleichzeitig Risiken minimiert, sei dabei entscheidend. Die Forderung nach einer strategischen Priorisierung unterstreicht die wachsende Bedeutung von Kryptowährungen für die britische Wirtschaft.
Die britische Regierung unternimmt konkrete Schritte in Richtung einer umfassenden Krypto-Regulierung. Regulation Tomorrow berichtet, dass die Wirtschaftssekretärin des Finanzministeriums, Tulip Siddiq, die Absicht der Regierung bekräftigte, die im Oktober 2023 veröffentlichten Vorschläge zur Regulierung von Krypto-Vermögenswerten vollständig umzusetzen. Diese sehen die Erweiterung des bestehenden Regulierungsrahmens für traditionelle Anlagen auf Krypto-Vermögenswerte sowie Regelungen für öffentliche Angebote und Marktmissbrauch im Zusammenhang mit Krypto-Vermögenswerten vor.
Die Regierung plant, die Regulierung von Stablecoins in die umfassenderen Maßnahmen zur Krypto-Regulierung zu integrieren und vorerst auf eine Einbeziehung von Stablecoins in die britische Zahlungsregulierung zu verzichten. Siddiq betonte die Notwendigkeit, Innovationen im Wholesale-Bereich zu fördern, da sich der Markt organischer entwickelt habe als erwartet.
Auch die Financial Conduct Authority (FCA) hat Neuigkeiten zu ihren Aktivitäten im Bereich der Krypto-Regulierung veröffentlicht. Laut der FCA Webseite müssen sich Unternehmen, die bestimmte Krypto-Asset-Dienstleistungen anbieten, bei der FCA registrieren, bevor sie ihre Tätigkeit aufnehmen. Dies gilt auch für Unternehmen, die bereits für andere Dienstleistungen bei der FCA registriert oder zugelassen sind. Die FCA hat einen Leitfaden veröffentlicht, der die erforderlichen Informationen und Dokumente für die Registrierung beschreibt.
Die FCA betont die Wichtigkeit einer gründlichen Vorbereitung und vollständigen Einreichung aller notwendigen Informationen. Unvollständige oder mangelhafte Anträge werden abgelehnt. Die FCA prüft die Eignung der Antragsteller und geht streng gegen die Nichtangabe von Informationen vor.
Die jüngsten Entwicklungen verdeutlichen das wachsende Bewusstsein für die Bedeutung von Kryptowährungen und die Notwendigkeit einer klaren Regulierung in Großbritannien. Sowohl die Handelsverbände als auch die Regierung scheinen sich einig zu sein, dass ein proaktives Vorgehen entscheidend ist, um die Position des Vereinigten Königreichs im globalen Krypto-Wettbewerb zu stärken.
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