Die Krypto-Börsen Kraken und Deribit führen weiterhin Gespräche über eine mögliche Übernahme, trotz vorheriger Berichte, die einen Rückzug Krakens nahelegten. Deribit, dessen Wert auf 4 bis 5 Milliarden US-Dollar geschätzt wird, prüft auch Angebote anderer Interessenten, darunter Coinbase, und arbeitet mit FT Partners zusammen, um diese zu bewerten. Obwohl Deribit ein hohes Handelsvolumen verzeichnet, steht die Optionsbörse aufgrund regulatorischer Herausforderungen und geringer Nachfrage nach neuen Produkten unter Druck.
Die Krypto-Optionsbörse Deribit verhandelt weiterhin mit der US-Kryptobörse Kraken über eine mögliche Übernahme. Cryptonews.net berichtet dies unter Berufung auf eine anonyme Quelle, die mit der Angelegenheit vertraut ist. Entgegen anderslautenden Berichten, die einen Rückzug Krakens suggerierten, seien die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen.
Wie Finance Magnates berichtet, hatte Kraken bereits Anfang 2025 Interesse an Deribit bekundet. Deribit-CEO Luuk Strijers bestätigte zwar das Interesse verschiedener strategischer Investoren, schloss eine Übernahme jedoch aus. Cryptonews.net zitiert Bloomberg und beziffert den potenziellen Wert von Deribit auf 4 bis 5 Milliarden US-Dollar oder mehr.
Laut Cryptonews.net, die sich auf eine zweite Quelle beruft, hat auch die US-Börse Coinbase (COIN) Deribit als potenzielles Übernahmeziel geprüft. In einem früheren Bericht von CoinDesk betonte Strijers die Attraktivität von Deribit als Übernahmeziel aufgrund seiner marktführenden Position im Handel mit digitalen Optionen. Kraken sei bestrebt, sein Angebot in diesem Bereich zu erweitern.
Sowohl Kraken als auch Deribit lehnten es ab, die Übernahmegerüchte zu kommentieren. Coinbase reagierte nicht auf Presseanfragen.
BeInCrypto berichtet, dass Deribit trotz eines gesamten Handelsvolumens von über 1 Billion US-Dollar die Übernahmeangebote ernsthaft prüft. Laut BeInCrypto stand Deribit im Jahr 2024 vor einigen Herausforderungen, darunter der Umzug von Panama nach Dubai und die geringe Nachfrage nach neuen Krypto-Optionsprodukten. Im Jahr 2020 verließ die Plattform aufgrund regulatorischer Probleme den EU-Markt.
ChainCatcher, unter Berufung auf CoinDesk, bestätigt ebenfalls die andauernden Übernahmeverhandlungen zwischen Deribit und Kraken. Laut ChainCatcher arbeitet Deribit mit FT Partners zusammen, um die eingehenden Angebote zu bewerten.