Nvidias RTX 50-Serie unterstützt keine 32-Bit-CUDA-Anwendungen mehr, was zu Leistungseinbußen in älteren Spielen führt, die die PhysX-Physik-Engine verwenden. Da die Berechnungen nun von der CPU übernommen werden müssen, leiden Titel wie Borderlands 2, Metro: Last Light und andere unter reduzierten Frameraten, obwohl Nvidia die Änderung bereits im Januar angekündigt hatte. Die Einstellung der PhysX-Unterstützung wirft Fragen zur Bewahrung älterer Spiele auf.
Nvidias neueste Grafikkarten der 50-Serie haben Schwierigkeiten bei der Ausführung älterer Spiele, die die Physik-Engine PhysX verwenden. Wie Gaming.news berichtet, liegt die Ursache darin, dass Nvidia die Unterstützung für 32-Bit-CUDA-Anwendungen eingestellt hat. Dadurch kommt es bei beliebten Titeln aus den 2010er Jahren, die auf PhysX basieren, zu Leistungseinbrüchen, da die Berechnungen nun von der CPU übernommen werden müssen.
PhysX, das Nvidia 2008 übernahm, simuliert komplexe physikalische Effekte in Spielen, wie z.B. realistische Stoffsimulation, zersplitterndes Glas und Flüssigkeiten, was das Spielerlebnis deutlich immersiver gestaltet. Spiele wie Mirror's Edge, Batman: Arkham Asylum, Assassin's Creed IV: Black Flag und Metro 2033 nutzten PhysX, um die Möglichkeiten des PC-Gamings in den frühen 2010er Jahren zu präsentieren. Ars Technica erklärt, dass PhysX ursprünglich ein dediziertes Physiksimulationstool und eine separate Karte war, die zu einem Verkaufsargument für Nvidia-Hardware wurde.
Spieler mit den aktuellen RTX 5090-, 5080- und 5070 Ti-Grafikkarten stellten jedoch fest, dass Spiele, die PhysX-Effekte über die GPU berechnen sollten, plötzlich Leistungsprobleme aufwiesen. Nvidia bestätigte, dass die neuen Grafikkarten der 50-Serie keine 32-Bit-CUDA-Anwendungen mehr unterstützen, zu denen auch PhysX gehört. Diese Information wurde bereits im Januar in einem Beitrag in der Knowledgebase des Unternehmens veröffentlicht, wie Tom's Hardware berichtet. Nvidia ging jedoch nicht explizit darauf ein, welche Auswirkungen dies auf Spiele haben würde, die auf die Technologie angewiesen sind. Wie The Verge berichtet, wurde die Änderung zwar im Januar angekündigt, die Auswirkungen auf 32-Bit-Spiele mit PhysX-Unterstützung wurden jedoch erst später bemerkt.
Ein Reddit-Nutzer berichtete von erheblichen Frameraten-Einbrüchen auf unter 60 FPS beim Testen von Borderlands 2 mit einer RTX 5090 und einem AMD Ryzen 7 9800X3D, trotz dieser High-End-Komponenten. Ältere Nvidia-Karten wie die RTX 4090 liefen unter denselben Bedingungen weiterhin flüssig. Nutzer des ResetEra-Forums betonten, dass das Problem nicht nur Borderlands 2 betrifft, sondern auch andere beliebte Titel wie Metro: Last Light und Cryostasis ähnliche Leistungseinbußen aufweisen, wie PC Gamer bestätigt.
PC World merkt an, dass ältere Spiele immer Gefahr laufen, auf neuerer Hardware auf Kompatibilitätsprobleme zu stoßen. Die Einstellung der PhysX-Unterstützung verdeutlicht jedoch einen gewissen Mangel an Interesse an der Konservierung älterer Spiele seitens Nvidia. Die Bewahrung von Videospielen wird zunehmend wichtiger, da das Medium altert und sich stärker auf Software als auf Hardware konzentriert.
How-To Geek erläutert, dass die Entscheidung, die Unterstützung für 32-Bit-PhysX einzustellen, wahrscheinlich auf mehrere Faktoren zurückzuführen ist. Die Pflege älterer Technologien kann teuer und ressourcenintensiv sein. Zudem sind die Leistungsvorteile der hardwarebeschleunigten PhysX-Nutzung möglicherweise nicht mehr relevant, insbesondere da sie die Leistung selbst auf High-End-Grafikkarten oft beeinträchtigte. Moderne Spiel-Engines bieten mittlerweile integrierte Physiklösungen, die genauso gut oder sogar besser und zudem einfacher zu implementieren sind.