15.1.2025
Politik

Regulierung von Kryptowährungen in Südkorea: Neues Gesetz für 2025 in Planung

Südkorea plant für die zweite Jahreshälfte 2025 ein neues Krypto-Gesetz, das vor allem grenzüberschreitende Transaktionen stärker reguliert und Finanzkriminalität bekämpfen soll. Neben der Registrierungspflicht für Unternehmen und monatlichen Berichten an die Bank von Korea, plant die Regierung auch die Einführung von Krypto-Spot-ETFs und den Zugang für institutionelle Anleger, um die Kapitalmärkte zu stärken. Parallel dazu werden Maßnahmen zum Anlegerschutz und zur Verbesserung der Sicherheit von Krypto-Investitionen umgesetzt.

Neues Krypto-Gesetz in Südkorea für zweite Jahreshälfte 2025 geplant

Südkorea plant die Einführung eines neuen Gesetzes zur Regulierung von Kryptowährungen in der zweiten Hälfte des Jahres 2025. Verschiedene Medien, darunter Cryptonews.net, berichten, dass der Schwerpunkt auf einer verstärkten Kontrolle grenzüberschreitender Transaktionen liegt.

Unternehmen, die grenzüberschreitende Krypto-Transaktionen abwickeln, sollen sich zukünftig bei den zuständigen Behörden registrieren und monatliche Berichte an die Bank von Korea einreichen. Finance Magnates zufolge zielt das Gesetz darauf ab, Finanzkriminalität zu bekämpfen, da ein erheblicher Teil der Devisenvergehen in Südkorea mit virtuellen Vermögenswerten in Verbindung steht. Die Korea Customs Service berichtet, dass seit 2020 81,3% der illegalen Devisengeschäfte, die einen Wert von 11 Billionen KRW (7,97 Milliarden USD) erreichen, mit virtuellen Vermögenswerten zusammenhängen. Global Legal Insights unterstreicht die Notwendigkeit dieser Regulierung, da die bestehenden Gesetze keine eindeutige Definition von Stablecoins und anderen virtuellen Vermögenswerten liefern und somit einen "blinden Fleck" für die Behörden darstellen.

Das neue Gesetz ist Teil einer umfassenderen Strategie zur Modernisierung der digitalen Vermögenslandschaft in Südkorea. Wie Digital Watch Observatory berichtet, erwägt die Regierung die Einführung von Krypto-Spot-ETFs bis 2025 und plant, institutionellen Anlegern den Handel mit Kryptowährungen zu ermöglichen. Gemeinnützige Organisationen sollen zuerst Zugang erhalten, bevor schrittweise weitere Institutionen folgen. Diese Maßnahmen sollen die Kapitalmärkte stärken und die internationale Wettbewerbsfähigkeit Südkoreas verbessern.

Parallel dazu arbeitet die Financial Services Commission (FSC) an Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit von Krypto-Investitionen. Das im vergangenen Jahr eingeführte Virtual Asset Investor Protection Act, wie von Finance Magnates erwähnt, verpflichtet Krypto-Börsen zu strengeren Überwachungsmechanismen, um verdächtige Aktivitäten zu identifizieren und zu melden. Ziel ist es, unfaire Handelspraktiken zu unterbinden und den Anlegerschutz zu gewährleisten. Digital Watch Observatory berichtet außerdem, dass die FSC die Einführung eines Systems zur Überprüfung der Eignung von Großaktionären von Betreibern virtueller Vermögenswerte plant.

Die neuen Vorschriften werden vor dem Hintergrund einer wachsenden Akzeptanz von Kryptowährungen in Südkorea eingeführt, wie Social Capital Markets feststellt. Das Land gehört zu den drei beliebtesten Standorten für aufstrebende Krypto-Unternehmen. Mit der geplanten Besteuerung von Kryptogewinnen ab 2025, wie Cryptonews.net berichtet, strebt die Regierung einen Ausgleich zwischen der Förderung von Innovation und der Bekämpfung von Steuerhinterziehung an. Die Steuer soll 20% auf Gewinne aus Kryptowährungen betragen, mit einem Freibetrag von 50 Millionen Won (ca. 35.919 USD).

Quellen:

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