Das russische Verbot von Krypto-Mining hat das sibirische Stromnetz entlastet und Stromausfälle verhindert, insbesondere während der kalten Wintermonate. Das Energieministerium berichtet von einer Entlastung von über 300 MW und plant ein Register für Mining-Hardware, um den Energieverbrauch besser zu kontrollieren. Die Maßnahme ist Teil eines umfassenderen Gesetzes zur Regulierung digitaler Vermögenswerte und zielt darauf ab, die Energieversorgung für kritische Infrastruktur zu priorisieren.
Das Verbot des Bitcoin-Minings durch die russische Regierung hat positive Auswirkungen auf das sibirische Stromnetz. Wie Bitcoin.com berichtet, konnte durch das Verbot eine Überlastung des Netzes und damit verbundene Stromrationierungen und Einschränkungen verhindert werden, die sonst zum Erhalt der veralteten Infrastruktur notwendig gewesen wären. Das russische Energieministerium betonte die positiven Effekte der Maßnahme, die insbesondere die Bevölkerung in der Region mit ihren häufigen Minusgraden vor Stromausfällen schützt.
Die staatliche Nachrichtenagentur TASS zitiert das Ministerium: "Dank des Verbots hat sich die Belastung des sibirischen Stromnetzes um mehr als 300 MW verringert, und es konnten Einschränkungen vermieden werden." Um die installierte Kryptowährungs-Mining-Kapazität besser zu kontrollieren, schlägt das Ministerium die Erstellung eines Verzeichnisses für Mining-Hardware vor. Damit könnten die Behörden den Standort der Geräte und deren potenziellen Einfluss auf das Stromnetz besser einschätzen.
Sibirien, eine der ärmsten Regionen Russlands, hatte im vergangenen Jahr aufgrund möglicher Energieengpässe Alarm geschlagen. Gouverneur Igor Kobsew hatte per Dekret die Erstellung von Notfallplänen für Stromausfälle und die Überprüfung der Einsatzbereitschaft lokaler Rettungskräfte angeordnet. Wie The Moscow Times berichtet, hat Russland im vergangenen Jahr Beschränkungen für Krypto-Mining-Aktivitäten eingeführt, die 13 Regionen unterschiedlich betreffen. In einigen Regionen, darunter Dagestan, Inguschetien, Kabardino-Balkarien, Karatschai-Tscherkessien, Nordossetien, Tschetschenien sowie die Volksrepubliken Donezk und Luhansk, Saporischschja und Cherson, gelten die Beschränkungen vom 1. Januar 2025 bis zum 15. März.
In den sibirischen Regionen Irkutsk, Burjatien und Transbaikalien beschränken sich die Restriktionen auf Zeiten hohen Energieverbrauchs zwischen dem 15. November und dem 15. März. Russische Beamte betonten, dass die Energieversorgung anderer Prioritäten Vorrang vor dem Krypto-Mining habe. "Natürlich werden Beschränkungen eingeführt, um zunächst den Anschluss von sozialen Einrichtungen und im Bau befindlichen Unternehmen zu gewährleisten", erklärte Vize-Premierminister Alexander Nowak im Dezember laut Reuters.
CryptoSlate berichtet, dass das Mining-Verbot auf ein von Präsident Wladimir Putin unterzeichnetes Gesetz zur Regulierung digitaler Vermögenswerte folgt, das am 1. November in Kraft trat. Das Gesetz konzentriert sich auf die Überwachung des Umlaufs digitaler Vermögenswerte und ermächtigt die Regierung, das Krypto-Mining in bestimmten Regionen je nach Energiebedarf und Infrastrukturkapazität zu verbieten oder einzuschränken. Das Gesetz beschreibt auch Verfahren zur Verhängung von Beschränkungen und enthält Maßnahmen zur Kontrolle der Teilnahme an Mining-Pools. Diese Pools nutzen oft spezielle Server zur Verteilung der Rechenlast, was das Stromnetz zusätzlich belastet. Durch die Regulierung dieser Aspekte will die Regierung die Belastung der Energieressourcen reduzieren und gleichzeitig die Kontrolle über Krypto-Aktivitäten behalten.