MicroStrategy (ehemals Strategy) plant die Emission von Wandelanleihen im Wert von 2 Milliarden US-Dollar, um weitere Bitcoin zu erwerben. Das Unternehmen verfolgt damit weiterhin seinen aggressiven Wachstumsplan, Bitcoin-Bestände durch Fremdkapital zu finanzieren. Die unverzinslichen Anleihen laufen bis 2030 und richten sich an institutionelle Investoren.
Das Unternehmen Strategy, vormals MicroStrategy und bekannt als größter börsennotierter Bitcoin-Halter weltweit, beabsichtigt, durch die Emission von Wandelanleihen 2 Milliarden US-Dollar zu beschaffen, um weitere Bitcoin zu erwerben. Der Zinssatz der Anleihen beträgt 0%. Wie Cointelegraph berichtet, wurde diese Absicht am 18. Februar in einer Unternehmensmitteilung veröffentlicht. Die Anleihen sollen institutionellen Investoren im Rahmen einer Privatplatzierung angeboten werden. Käufer der ersten Stunde haben zusätzlich die Option, innerhalb von fünf Werktagen nach der Emission weitere Anleihen im Wert von 300 Millionen US-Dollar zu erwerben.
Die Laufzeit der Anleihen erstreckt sich bis zum 1. März 2030. Strategy kann diese nach eigenem Ermessen in Bargeld, Aktien oder eine Kombination aus beidem umwandeln. Die Anleihen sind unverzinslich und werden nicht aufgewertet, d.h., ihr Nennwert bleibt konstant. Strategy behält sich das Recht vor, die Anleihen ab dem 5. März 2027 zurückzukaufen, allerdings nur unter der Bedingung, dass der Aktienkurs des Unternehmens für einen bestimmten Zeitraum mindestens 130% über dem Wandlungspreis liegt. Investoren haben ihrerseits die Möglichkeit, ab dem 1. März 2028 oder im Falle einer grundlegenden Unternehmensänderung die Rückzahlung zum Nennwert zuzüglich eventuell angefallener Sonder- oder Zusatzverzinsung zu verlangen.
Das von Michael Saylor geführte Unternehmen plant, den Großteil des Erlöses für den Kauf weiterer Bitcoin zu verwenden, ein Teil ist für Betriebskapital vorgesehen. Wie Crypto.news berichtet, fügt sich dieser Schritt in die umfassendere "21/21 Plan"-Strategie des Unternehmens ein, die von Saylor initiiert wurde. Ziel dieser Strategie ist es, bis 2027 Bitcoin im Wert von 42 Milliarden US-Dollar in die Unternehmensbilanz aufzunehmen. Ihodl.com erläutert, dass Strategy in der Vergangenheit bereits stark auf die Emission von Schuldverschreibungen gesetzt hat, um Bitcoin-Käufe zu finanzieren. Wandelanleihen seien dabei ein wichtiges Instrument gewesen, um Bitcoin zu akkumulieren, ohne die bestehenden Aktionäre zu verwässern.
Gemäß dem jüngsten Gewinnbericht, der einen Nettoverlust von 670,8 Millionen US-Dollar ausweist, hat Strategy seit dem Start des "21/21 Plans" Ende 2023 bereits mehr als 21 Milliarden US-Dollar seines 42-Milliarden-Dollar-Ziels erreicht. Die aktuelle Kapitalbeschaffung reiht sich in eine Serie ähnlicher, durch Schulden finanzierter Bitcoin-Käufe ein, die dazu beigetragen haben, die Bitcoin-Bestände auf beachtliche 478.740 Bitcoin zu erhöhen, wie Daten von BitcoinTreasuries zeigen. CryptoTvplus berichtet, dass Strategy seine üblichen Bitcoin-Käufe zwischenzeitlich eingestellt hat. In der Woche vom 10. bis 14. Februar wurden laut Michael Saylor keine neuen Käufe getätigt. Dies war erst das zweite Mal innerhalb von 14 Wochen, dass Strategy seine Bestände nicht aufgestockt hat, ähnlich wie Anfang Februar, als die Aktienverkäufe vorübergehend pausierten.
Quellen: